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Die Königskette

Die Königskette Sr. Majestät

 

Schon seit dem ersten Schützenfest ist das äußere Zeichen der Königswürde des amtierenden Schützenkönigs von St. Hubertus Langwege e.V. die Königskette. Alljährlich am Pfingstdienstag wird der neue König durch das Anlegen der imposanten und mittlerweile schweren Kette unter den Jubelrufen des Schützenvolkes vom Präsidenten inthronisiert.

  

 

Kette1

 

 

Der innere Kranz der eigentlichen Kette besteht aus 30 gestifteten Geldstücken, je 6 Münzen zu 5 Mark, zu 3 Mark, zu 2 Mark und zu 1 Mark sowie 5 Münzen zu ½ Mark und 1 Münze zu 50 Pfennig. Die Vorderseiten der 5-, 3- und 2-Markmünzen werden geziert von ehemaligen Persönlichkeiten des deutschen Hochadels wie z. B. Georg König von Sachsen, Wilhelm Deutscher Kaiser König von Preussen, Friedrich August Großherzog von Oldenburg oder von der Silouette der Freien und Hansestadt Hamburg. Diese Münzen wurden vor nunmehr 75 Jahren fachmännisch zu einer Kette verbunden, wobei der Kranz vorne geschlossen wird durch eine ca. 10 cm Durchmesser große Plakette; eine Silbermünze von 1930 zur Feier der Rheinlandbefreiung, die auf der Rückseite das Konterfei von Reichspräsident von Hindenburg zeigt und eingefasst ist mit einem Kranz von 5 Sternen, mit der Aufschrift „Ueb Aug und Hand fürs Vaterland * Schützenverein Langwege 1930“.

 

Jeder Schützenkönig stiftet eine Medaille, die seinen Namen und die Jahreszahl seiner Amtszeit trägt und an der Kette befestigt wird. Da die Wahl der Form und Größe der Königsplakette dem jeweiligen König obliegt, wird die Kette geziert von nunmehr 64 unterschiedlichen Medaillen, die durch ihr Aussehen oder aufgrund ihrer rückseitigen Gravur die wechselvollen vergangenen 75 Jahre widerspiegeln. Die Medaille des Schützenkönigs von 1937/1938 ist leider nicht mehr vorhanden.

 

Es gibt Medaillen, die weltgeschichtliche Ereignisse aufzeigen, wie

* Erste Mondlandung 1969

* Jahr der Berliner Maueröffnung 9. Nov. 89,

aber auch Medaillen, die an die dunkelste Zeit der deutschen Geschichte erinnern:

* Reichskanzler Adolf Hitler

* 3 ½ Millionen Sudetendeutsche kehren zurück ins Deutsche Reich 1938

In den vergangenen Jahren wurde immer wieder die Frage aufgeworfen, ob diese Plaketten entfernt werden sollten. Aber sie sind nun einmal Teil der deutschen Geschichte, aber auch der Vereinsgeschichte und sollten daher vor allem als Zeichen der Mahnung dienen.

 

Andere Medaillen erinnern an wichtige sportliche Ereignisse

* Olympiade Erinnerungsmedaille 1936

* Spiele der XX. Olympiade München 1972

* Fußball Weltmeister Deutschland 1990

* Deutscher Meister FC Bayern München

 

Viele Medaillen spiegeln auch die Vereinsgeschichte wieder:

* 25 Jahre St. Hubertus

* Zur Erinnerung an das Jubelschützenfest von St. Hubertus 1955          

* Einweihung des Ehrenmals

* Umbau der Schützenhalle

 

Es gibt aber auch Medaillen, die Zeugnis geben über ganz persönliche Ereignisse des Königspaares bzw. des Hofstaates:

* Hochzeit der beiden Ehrenpaare

* Heirat des Königspaares am 31.12.2003

 

Während seines amtierenden Jahres ist der König selbst für die Kette verantwortlich. Der Verein schuldet besonderen Dank der Majestät von 1939 – 1950, Clemens Middendorf, dem es gelungen ist, die nicht nur für den Verein enorm wertvolle Kette so gut zu verstecken, dass sie die Kriegswirren unbeschadet überstanden hat und Fremden nicht in die Hände fiel.

 

Die Königskette von St. Hubertus Langwege e. V. ist in den vergangenen 75 Jahren ein wunderschönes und sehr wertvolles Schmuckstück geworden, das heute zur Sicherheit in einem Banktresor aufbewahrt wird. Aber dieses majestätische Symbol ist in den vergangenen Jahren auch schwerer geworden, mittlerweile wiegt die Königskette 8 Pfund. Daher trägt die Majestät von St. Hubertus nur noch zum Schützenfest diese schwere Last.

Auf der Schützenversammlung am 19. Juli 1974 wurde beschlossen, eine zweite Königskette für gesellschaftliche Ereignisse wie Kohlessen, Generalversammlung etc. anzuschaffen. Diese sogenannte „Partykette“ besteht aus zehn 5-Mark-Münzen, die von einer zweireihigen Kette eingefasst werden, an deren Enden eine runde silberne Medaille hängt, die von einem Adler getragen wird. Auf der Rückseite der Medaille befindet sich folgende Inschrift: „Schtz.v. St. Hubertus * König J. Blömer * E.Präs. B. Küper * Präs. H. Kamphaus * 1974 * Langwege

 

Präsident Kamphaus konnte am 8. November 1974 die 2. Königskette der amtierenden Majestät Josef Blömer, II. Kompanie, überreichen.

 

 

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Das Diadem der Königin von St. Hubertus

 

Wenn der neue König von St. Hubertus am Pfingstdienstag die Königskette überreicht bekommt, wird seine Königin mit einem Diadem als Zeichen ihrer majetätischen Würde „gekrönt“. Zum ersten Mal trug Königin Christel Schütte zum Schützenfest 1958 ein Diadem als Haarschmuck. Der Schriftführer Richard Heitmann hielt dieses im Protokoll über das Schützenfest 1958 mit den Worten fest, dass sich Seine Majestät Franz Willenborg durch die Stiftung des Diadems für die Königin ein ewiges Andenken im Schützenverein St. Hubertus gesichert habe.

 

Aus Anlaß des Jubelschützenfestes 1980 wurde vom Verein ein neues Diadem erworben, da das alte Diadem im Laufe der Jahre schon sehr gelitten hatte; wenn der ehemaligen Königin am Pfingstdienstag das Diadem abgenommen wurde, wurde nicht immer sanft mit ihrem Kopfschmuck, geschweige denn mit ihrer Frisur umgegangen. 

 

Das aktuelle Diadem zeigt silberne Eichenblätter verziert mit Eicheln aus Blattgold, die zu einem Dreieck gefasst sind, an dessen Spitze eine kleine Krone sitzt.

 

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Die Kette des Kinderkönigs von St. Hubertus

 

Auch der Kinderkönig trägt seit 1984 eine Königskette. In der Generalversammlung vom 10. März 1984 wurde beschlossen, für den besten männlichen Kinderschützen eine Kette als äußeres Zeichen seines Schießerfolges anzuschaffen. Die Kette besteht am Ende aus 6 gleichgroßen quadratischen Plaketten, die in der Mitte von einem Orden mit dem Emblemen Scheibe, Gewehr und Adler zusammengeführt werden. Für jeden Kinderkönig wird eine zusätzliche Plakette mit Namensgravur und Jahreszahl angebracht. Im Gegensatz zur „großen“ Kette sind diese Königsplaketten in Größe und Aussehen gleich und werden vom Verein gestiftet. Zum ersten Mal wurde die Kette am Sonntag vor Pfingsten 1984 dem amtierenden Kinderkönig Jörg Arlinghaus überreicht.

 

15 Jahre später wurde Maria Eveslage als erstes Mädchen in der Vereinsgeschichte die Kinderkönigskette umgehangen.

 

 

 

 

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Erste Kinderschützenkönigin Maria Eveslage; hi v li: Präsident Heinrich Moormann, Kinderbetreuer Siegfried kl. Sextro, mi v li: Anne Heidmann, Franziska Moormann, vo v li: Ann-Kathrin Blömer, Kinderkönigin Maria Eveslage, Susanne Behrens

 

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